Das Hofheimer Land: Von Leerstand und Landflucht zum EU-Vorzeigemodell

Das Hofheimer Land: Von Leerstand und Landflucht zum EU-Vorzeigemodell

Das hätte vor 20 Jahren wohl niemand zu träumen gewagt, dass eine Region, die von Abwanderung und Überalterung gezeichnet ist, in der reihenweise Häuser leer stehen, eines Tages ein leuchtendes Beispiel für die Dorferneuerung wird. Und das weit über die Grenzen Unterfrankens hinaus.

Doch der Reihe nach. Wie vielerorts an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, standen  die Kommunen im Norden des Landkreises Haßberge mit der Wiedervereinigung vor vielen neuen Herausforderungen: Förderungen und Subventionen vielen weg, bzw. wanderten nur einen Steinwurf entfernt nach Thüringen. Investitionen lohnten sich nicht mehr, die jungen Menschen zogen den Jobs hinterher und in den Dörfern, Gemeinden und Städten wurde es leiser und leerer.

Anfang der 2000er Jahre beschlossen der Bürgermeister der Stadt Hofheim i. Ufr., Wolfgang Borst und einige seiner Kolleg*innen, sich der Sache anzunehmen und die Abwärtsspirale zu stoppen und wieder umzudrehen.

Ob als ehrenamtliche Makler für leerstehende Höfe, Gestalter für öffentliche Gemeinschaftsgebäude, Glasfaseranbinder oder Zuhörer und Motivatoren für die Bevölkerung, packten die, die etwas ändern wollten, einfach dort mit an, wo es gerade nötig war. Natürlich gab es Zweifler und es mussten auch unliebsame Entscheidungen getroffen werden. Doch wenn das Ziel klar ist, dann findet man auch die richtigen Mitstreiter.

Und was macht jetzt das Hofheimer Land so besonders? Die Innenentwicklung. Das, worauf es ankommt, dass die Menschen und die Vereine sich wohl fühlen, dort gut leben und arbeiten und auch aktiv mitgestalten können. So macht es sich die Hofheimer Allianz zur Aufgabe, Menschen für die Region zu begeistern und kümmert sich auch um die Integration von denen, die von auswärts kommen. Und dabei ist völlig egal, ob aus dem Nachbarlandkreis oder vom anderen Ende der Welt. 

Die Geschicke der Gemeinde-Allianz lenkt heute der Manager Philipp Lurz, der sich mit Beginn der Corona-Pandemie in seine Aufgaben einarbeiten durfte. 

Was eine moderne Dorfgemeinschaft ausmacht und welchen Faktor Kultur im Hofheimer Land spielen, dass erzählen uns Philipp Lurz und Bürgermeister Wolfgang Borst in dieser Episode  von “Laptop & Lederhosn”. Viel Spaß beim Zuhören:

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