Michi Schreiber über Affen, Amnesie und die 29. Minute
Nach einem Unfall erinnert sich nur noch einer von beiden an die gemeinsamen Jahre. Über eine Ehe, die das Gedächtnis für zwei tragen muss.
Über 120.000 Menschen haben vor knapp einem Jahr meinen auf LinkedIn veröffentlichten Brief an meinen Vater gelesen. Damals schrieb ich über das, was er mir fürs Leben mitgegeben hat. Heute schreibe ich mit schwerem Herzen über das, was von ihm bleibt.
Nach einem Unfall erinnert sich nur noch einer von beiden an die gemeinsamen Jahre. Über eine Ehe, die das Gedächtnis für zwei tragen muss.
Ein Roman über den Zivildienst führt zurück an den Niederrhein des Jahres 1988 und zu der Frage, was eine Gesellschaft von ihren Jungen verlangen darf und was sie ihnen schuldet.
Warum Mitgefühl gegen den Meldungsstrudel hilft und der Politik gerade ein einziger Satz fehlt.
Ein katholischer Sprengmeister aus dem Jahr 1605 ist heute Erkennungszeichen weltweiter Protestbewegungen. Die Geschichte eines Symbols, das die Seiten gewechselt hat.
Heute erscheint mein Roman ZUR KENNTNIS. Er handelt von einer Regierung, die kein Gesetz ändern muss. Was mich beim Schreiben erschreckt hat, war nicht das, was ich erfand. Es war das, was ich nicht erfinden musste.
Eine Minute dreißig hat die „Tagesschau" für ein Thema, eine Stunde hat der Tresen. Vor der zweihundertsten Folge seines Gesprächsformats hört Daniel Fürg allein noch einmal zu und findet Sätze, die sich nur in Ruhe sagen lassen.
Konzerne rufen gern die Transformation aus und wundern sich, dass nichts geschieht. Patty McCord, die vierzehn Jahre lang die Kultur von Netflix geprägt hat, weiß, wo der Wandel stecken bleibt und warum er ohne ein wenig Angst nicht zu haben ist.
Als die DDR ihn 1976 ausbürgerte, verlor der Liedermacher mit dem Land auch seine Gegner. Über die Mühe, wieder Halt zu finden, wenn sich die Welt verschiebt, und über ein Deutschland, das weder über noch unter anderen stehen soll.
Ein Anzug sollte sich dem Leben einer Frau anpassen. Nicht andersherum. Für Clara Strehle beginnt ein gutes Kleidungsstück deshalb nicht bei einer Konfektionsgröße oder einem Trend. Sondern bei der Frau, die es trägt: ihrem Körper, ihrem Alltag und der Art, wie sie ihn verbringen möchte.
Ein Alchemist versprach dem Großen Kurfürsten Gold – und erschuf das begehrteste Glas Europas. Florian Illies über den Traum von der Pfaueninsel, das Verschwinden aus dem Gedächtnis der Welt und die Grenzen der Rechenzentren.
Jede Antwort verweist auf die Episode und die Minute, aus der sie stammt.
Die sanfte Gewalt der Aufmerksamkeit
Der stille Mann und seine hundert Dinge
Die Möglichkeit eines Seins
Frauen nutzen KI deutlich seltener als Männer, und ein Teil dieses Unterschieds lässt sich weder mit Alter noch mit Bildung oder Beruf erklären. Im November treffen sich 120 Frauen in Ruhpolding, um das zu ändern. Ausgerechnet in einem Biathlonstadion.
Maschinen machen Fehler, doch sie scheitern nicht. Warum ausgerechnet darin die letzte Fähigkeit liegen könnte, die uns von der künstlichen Intelligenz unterscheidet.
Die Digitalanthropologin Rahaf Harfoush hält die KI-Debatte für zu klein gedacht: Es gehe um Macht und um das Ende einer Wirtschaftsordnung, die den Westen seit 80 Jahren trägt. Diesen Abschied müsse unsere Generation begleiten lernen. Warum sie dennoch auf einen Landwirt und ein Loch im Bordstein setzt.
Vom Mythos zur Maschine
Zum zehnten Mal laden wir während der Slush zum 48forward Dinner nach Helsinki: am 18. November, mit rund 200 ausgewählten Gästen und viel Zeit für Gespräche über Europas technologische Zukunft.
Zehn Jahre lang haben wir Bühnen gebaut. 2027 öffnen wir stattdessen die Türen einer ganzen Straße.
Wir sammeln gerade die ersten Adressen. Trag dich ein, dann bist du von Anfang an dabei.